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Foto: Aufnahme (von links: VAG-Vorstand Stephan Bartosch, Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, VAG-Vorstand Oliver Benz, VAG-Projektverantwortlicher Markus Burger): Patrick Seeger/Stadt Freiburg/VAG

Eigener Sonnenstrom für den Nahverkehr: VAG baut Photovoltaik aus

Auf dem Betriebshof West der VAG entsteht eine der größten Photovoltaik-Anlagen in Freiburg. Sie deckt rund die Hälfte des Strombedarfs der E-Busse.

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) baut auf ihrem Betriebshof auf der Haid bis 2031 eine der größten Photovoltaikanlagen Freiburgs. Dafür werden in vier Ausbaustufen alle geeigneten Dächer des Betriebshofs mit PV-Anlagen bestückt. Es wird keine zusätzliche Fläche versiegelt. Mit einer Gesamtleistung von 3700 Kilowatt-Peak können ab 2031 bis zu 3,7 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. Das wird rechnerisch rund die Hälfte des Strombedarfs der E-Busse decken.

In der aktuellen Projektstufe werden eine von drei Straßenbahnabstellhallen sowie das neue Verwaltungsgebäude mit PV-Anlagen ausgestattet. Ein neues Technikgebäude bündelt den erzeugten Solarstrom. Über Trafostationen wird er je nach Bedarf im Betriebshof genutzt oder ins Stromnetz eingespeist. Die Arbeiten der ersten Projektstufe sind im Februar gestartet, der Netzanschluss ist für November 2026 geplant.

Das Projekt wurde bei einem Medientermin mit Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, VAG-Vorständen Stephan Bartosch und Oliver Benz sowie Projektleiter Markus Burger vorgestellt.

Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen rund 6,3 Millionen Euro. 4,1 Millionen fördert das Land Baden-Württemberg für Eigenerzeugung von erneuerbarer Energie, 1,3 Millionen Euro bezuschusst die Stadt Freiburg mit dem Zukunftsfonds Klimaschutz.

Zudem ist ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 1000 kWh geplant, der den produzierten Solarstrom speichern kann. Insgesamt können so zukünftig Schwankungen in der Stromproduktion und Preisschwankungen am Markt besser aufgefangen werden.


Lokaler Ökostrom unterstützt die Klimaziele Freiburgs

„Mit dem Projekt entsteht eine der größten Solaranlagen in Freiburg. Das zeigt, welches Potenzial vorhandene Dächer für die Energiewende haben“, sagte Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit. „Freiburg will bis 2035 klimaneutral sein. Mit unserer Solaroffensive und Zuschüssen aus dem Zukunftsfonds Klimaschutz unterstützen wir Investitionen in erneuerbare Energien ganz konkret vor Ort.“

„Durch die Umstellung der Busflotte auf Elektro – aber auch durch neue Stadtbahnstrecken wie Dietenbach – wird unser gesamter Strombedarf weiter steigen“, sagte VAG-Vorstand Stephan Bartosch. „Der Strom aus der PV-Anlage wird direkt dort verbraucht, wo er erzeugt wird: im Betriebshof für das Laden der E-Busse.“

„Wir beziehen bereits 100 Prozent Ökostrom. Unser langfristiges Ziel ist es, so viel regionalen Ökostrom wie möglich zu nutzen“, sagte VAG-Vorstand Oliver Benz. „Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach macht uns unabhängiger vom Energiemarkt und senkt langfristig die Energiekosten.“


PV-Anlagen in Ost-West-Richtung

Die PV-Anlagen sind nach Osten und Westen ausgerichtet. „Dadurch produzieren wir über den Tag verteilt mehr Strom als bei der klassischen Süd-Ausrichtung“, sagte Projektleiter Markus Burger. „So kann etwa auch die Abendsonne genutzt werden, wenn viele Fahrzeuge auf dem Betriebshof sind.“

Einige Dachflächen sind aktuell von der VAG verpachtet. In den nächsten fünf Jahren laufen die Verträge aus, die alten Module werden von den Pächtern zurückgebaut und durch die VAG mit neuen und effektiveren Anlagen bestückt. Die PV-Module werden bei einem deutschen Unternehmen bestellt. Bei der Ausschreibung hat die VAG soziale und nachhaltige Kriterien berücksichtigt.

Fakten zum Gesamtprojekt


Ziel


Gesamtleistung


Prognostizierter Stromertrag




Gesamtstrombedarf VAG



Dachfläche



Kosten


Zuschüsse und Fördermittel



Bau von PV-Anlagen in vier Stufen bis 2031


bis zu 3700 Kilowatt-Peak im Jahr 2031


Bis zu 3,7 GWh/Jahr

Das entspricht 47 Prozent des Strombedarfs der E-Busse


aktuell: 24,5 GWh/Jahr

Prognose 2031: 25,5 GWh/Jahr


32.000 Quadratmeter – etwa so groß wie der Dietenbachsee


6,3 Millionen Euro (ohne Batteriespeicher)


  • 4,1 Millionen Euro GVFG-Förderung des Landes BW
  • 1,3 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds Klimaschutz der Stadt Freiburg

Projektstufe 1


Umfang




Bauzeitraum



Leistung der Anlage


PV-Module



Dachfläche



PV-Anlagen auf Neubau und hinterer Straßenbahnabstellhalle; Technikgebäude und Kabelbrücke


Februar 2026 bis November 2026 (Netzanschluss)


420 Kilowatt-Peak


906 Module;

1 Modul hat rund 0,45 Kilowattpeak Leistung


3900 Quadratmeter