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Magazin stadtverkehr 12/2025

Netz & Betrieb

  • Die Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau – ein Jahr danach
  • Der Marconi Express in Bologna ist Opfer seines Erfolges
  • Das kurze Leben der Dampfbahn Heiligenhaus–Hösel


Projekt & Planung

  • Schienenverkehr in Bergamo und Brescia
  • Erweiterung der Metro und andere Schienenprojekte in Turin


Fahrzeug & Technik

  • Der tschechische Markt für Akkuzüge entwickelt sich weiter
  • Škoda ForCity Plus 48T in Brandenburg an der Havel im Einsatz
  • Škoda Group liefert neue U-Bahn-Züge nach Sofia


Verkehrsmarkt & Verkehrspolitik

  • Weichenstellung im Ostharz
  • Fahrerloser Betrieb: Hamburg wird autonomer
  • Ist Strom aus Atomenergie CO2-frei?


Messe & Kongress

  • Busworld Europe 2025, Teil 2 (Schluss)
  • Kurz & Aktuell
  • SBB vergibt Auftrag über Doppelstockzüge für Zürcher S-Bahn und Westschweiz an Siemens Mobility
Foto: C. Much

Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau – ein Jahr danach

Nach dem Carolabrückenunglück in Dresden 2024 wurden bautechnisch ähnliche Strukturen einer Sonderprüfung unterzogen. Dabei wurden bei einem Bauwerk rund 40 Kilometer flussaufwärts in Bad Schandau Auffälligkeiten festgestellt und infolge der sofort angeordneten Brückensperrung fand sich der Kurort vom anderen Elbufer und dem dortigen Bahnhof abgeschnitten. Doch was tun im Angesicht dieses neuerlichen Belegs für den kritischen Zustand vieler Infrastrukturen?

Die kurzfristige Sperrung des fast 50 Jahre alten Spannbetonbauwerkes erforderte ad hoc Ersatzlösungen für die Mobilitätsbedürfnisses der Einwohner, Touristen und Gewerbebetriebe. Auch wenn es im April 2025 wieder eine Teilfreigabe der Brücke für Fahrzeuge bis 7,5 t gab, war insbesondere der Busverkehr in der Region weiterhin von Einschränkungen betroffen. Erst seit dem 22. November 2025 dürfen Linienbusse wieder planmäßig über die Elbbrücke zum Bahnhof Bad Schandau fahren. Dies ist das Ergebnis einer sehr aufwändigen Überprüfung der Standfestigkeit der Brücke. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 12/2025 alles über die Verkehrseinschränkungen mit Auswirkungen auf den Personenverkehr in den vergangenen zwölf Monaten – Einschränkungen, die jedenfalls einen Einsturz verhindern konnten solange die Brücke mit neuartigen Methoden genauer untersucht wurde.

Foto: R. Christeller

Marconi Express Bologna ist Opfer seines eigenen Erfolges

Vom Hauptbahnhof Bologna Centrale gelangt man in gut sieben Minuten mit dem Marconi Express, einer Einschienenbahn vom Typ P30/48 der liechtensteinisch-schweizerischen Firma Intamin über eine Strecke von 5,1 km mit einem Zwischenhalt zum Flughafen Guglielmo Marconi von Bologna. Dabei handelt es sich um eine aufgeständerte eingleisige Fahrbahn aus Stahlträgern mit Ausweichstelle an der Mittelstation Lazaretto, wo sich auch die Büros, Leitstelle und Instandhaltungswerkstatt befinden.

Die Bahn verkehrt täglich von ca. 5:40 Uhr bis Mitternacht, in Spitzenzeiten ca. alle 7,5 Minuten und in den Schwachverkehrszeiten alle 15 Minuten. Auf der Straße dauert die Fahrt je nach Verkehrssituation bis zu 45 Minuten.

Schon in den Vorüberlegungen zur Fahrgastkapazität im Jahr 2011 wurde aufgezeigt, dass das System außerordentlich knapp dimensioniert ist. 2011 benutzten 5,82 Mio. Reisende den Flughafen, 2024 mit 10,8 Mio. beinahe das Doppelte, und die Prognosen sprechen von über 8 % Wachstum. Heute nennt Marconi Express als Fahrgastkapazität 550 Personen pro Stunde und Richtung (PPHD). Die geringe Kapazität führt vor allem in sommerlichen Spitzenzeiten zu einer starken Überlastung des Systems und dann muss man zu den schnellen sieben Minuten Fahrzeit manchmal bis zu 45 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 12/2025 mehr über die Zubringerbahn zum Bologneser Flughafen und mit welchen Maßnahmen die Leistungsfähigkeit des Marconi Express gesteigert werden soll.

Foto: Alstom/GTT

Erweiterung der Metro in Turin

Mit über 850.000 Einwohnern ist Turin die viertgrößte Stadt Italiens, im städtischen Ballungsraum leben rund 1,5 Millionen Menschen. Zwischen 2006 und 2021 wurde eine erste Metrolinie eröffnet, die fahrerlos und auf Gummireifen in VAL-Technik betrieben wird und 2024 38,6 Mio. Fahrgäste beförderte. Eine zweite Linie ist in Planung. Der Eisenbahn-Fern- und -Nahverkehr wird in einer „Passante“ unterirdisch durch die Stadt geführt.

Im April 2023 wurde unter dem Titel „Nuovo Trasporto Torino“ ein Investitionsprogramm im Umfang von 1,085 Mrd. EUR für die Jahre 2023-2027 angekündigt, davon 700 Mio. EUR für die Metro und die Straßenbahn (Infrastruktur, Systeme und Metrozüge) sowie 385 Mio. EUR für Straßenbahnfahrzeuge und Busse mit Elektro- oder Gasantrieb. Die in dem Plan genannten Realisierungsdaten wurden bisher nicht überall eingehalten doch aktuell läuft der Bau einer Westverlängerung der Metrolinie 1, die im nächsten Jahr eröffnet werden soll. Für das Projekt einer zweiten Linie ist eine Abkehr von der VAL-Technik erfolgt. Um mehr Wettbewerb auf der Anbieterseite zu ermöglichen, setzt man nun auf eine konventionelle Stahlrad-Stahlschiene-Lösung mit vollautomatischem Betrieb und einem mittleren Profil.

Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 12/2025 alles über den Ausbau des Schienenverkehrs und aktuelle Projekte in Turin.