Fahrzeug & Technik
- Generationswechsel beim Rettungsbus des Landkreises Barnim
- MCV liefert 35 wasserstoffelektrische Busse nach Villach
Projekt & Planung
- Coimbra: Metro Mondego nimmt BRT-System in Betrieb
- München: Die Tram und der Englische Garten – auf ewig unlösbar?
- Écotrain fährt automatisch – könnte er Freiburg–Colmar wiederbeleben?
- Roms Linie C – unendliche Geschichte und Fass ohne Boden?
- Rom: Schmalspurbahn Termini–Centocelle stillgelegt
Verkehrsmarkt & Verkehrspolitik
- Norwegen: Autonomer Linienbus ohne Sicherheitsfahrer in Stavanger
- Barcodebasierte Einstiegskontrolle im Busverkehr
- Erlangen: StadtUmlandBahn und Kommunalwahl
Kurz & Aktuell
- Verkehrsbetriebe Zürich und Rhätische Bahn tauschen ihren Look
Industrie & Produkt
- 75 Jahre Setra
Netz & Betrieb
- 125 Jahre Dresdner Bergschwebebahn
- VHH feiert 100. Geburtstag
- ÖPNV-Netz des Landkreises Aurich
- CBTC bei der New York City Subway: Siemens Mobility rüstet zwei Linien aus
Coimbra: Metro Mondego nimmt BRT-System in Betrieb
Die portugiesische Stadt Coimbra (ca. 116.000 Einwohner laut Zensus 2021) hat am 16. Dezember 2025 den Hauptteil ihres BRT-Systems (Bus Rapid Transit) mit Elektrobussen in Betrieb genommen. Dieses verbindet Coimbra nun auf einer 36 km langen Strecke mit der Gemeinde Serpins. Elektrobusse ersetzten die ursprüngliche Eisenbahnlinie, auf deren Trasse ein neuer Bus-Fahrweg gebaut wurde.
Da die dieselbetriebene Bahnstrecke jedoch nur eingleisig war, ist das BRT-System (mit Ausnahme von Coimbra selbst) größtenteils ebenfalls als einspuriges System ausgelegt. Dies erforderte den Einsatz eines Signalsystems und einer optischen Spurführung, die es den Fahrzeugen ermöglicht, auf der vorgegebenen Spur zu bleiben, nicht zuletzt in den topographisch bedingt angelegten ehemaligen Bahntunneln. Begegnungen erfolgen an den ursprünglichen sowie neu gebauten Ausweichstellen. Die Elektrobusse auf der früher Ramal da Lousã genannten Zweigstrecke sind eine Ersatzlösung für den einst geplanten modernen Regional-Stadtbahnverkehr, der aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert wurde. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr”-Ausgabe 6/2026 alles über das neue „Sistema de Mobilidade do Mondego.
Ecotrain fährt automatisch
Es ist nun schon bald zehn Jahre her, dass die ersten Gedanken für ein ganzheitliches Verkehrssystem zur Wiederbelebung von vielen aufgegebenen oder vernachlässigten französischen Bahnstrecken in dünn besiedelten Gebieten entwickelt wurden. Ecotrain soll die Anziehungskraft des Lebens in ländlichen Gegenden steigern und deren Wirtschaft stärken. Ecotrain-Strecken sollen durch gemeinsam genutzte Infrastrukturen für automatisch fahrende Personen- und Nahverkehrs-Güterzüge umweltfreundlich und wirtschaftlich betrieben werden.
Erstmals wurde in „stadtverkehr“ 11/2022 über Ecotrain berichtet. Nun schreitet das Projekt rasch weiter. So wurde inzwischen ein Prototypfahrzeug mit einem Aufbau in Faserverbund-Bauweise hergestellt. Demonstrationsfahrten am 29. April 2026 zeigten was geschieht, wenn ein Fußgänger unvermittelt vor dem fahrerlosen Fahrzeug aufs Gleis tritt: Der erkannte Fußgänger löste eine sichere Bremsung aus. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr”-Ausgabe 6/2026 mehr über das neuartige leichte Zugsystem sowie die Strategie für die Zugsicherung und Informationsverarbeitung.
Norwegen: Autonomer Linienbus ohne Sicherheitsfahrer in Stavanger
Norwegens Straßenverkehrsbehörde Statens Vegvesen hat im April 2026 grünes Licht gegeben: In Stavanger darf erstmals in Europa ein autonomer Bus ohne Sicherheitsfahrer im Regelverkehr eingesetzt werden. Die technische Grundlage liefert das norwegische Unternehmen Applied Autonomy mit seiner Plattform xFlow für Fern- und Flottensteuerung.
Angekündigt mit Betriebsaufnahme „im Laufe des Monats Mai 2026" soll ein autonomer Midibus des Typs Karsan eATAK im Regelbetrieb durch das Stadtgebiet von Stavanger fahren. Die Route führt durch komplexe innerstädtische Verkehrssituationen, darunter mehrere Knotenpunkte und einen rund 800 Meter langen Tunnel. Der Bus fährt im Mischverkehr mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde. Damit wechselt das Projekt vom Versuchsbetrieb in den Alltag des öffentlichen Personennahverkehrs. Lesen Sie mehr über diesen Fortschritt in der neuen „stadtverkehr”-Ausgabe 6/2026.