Inhalt der „stadtverkehr“-Ausgabe 5/2026

- E-Bus-Radar 2026 von PwC
- Fortschritte beim U-Bahn-Ausbau in Hamburg
- München Mobilität: Zum Wachstum verdammt?


[stadtverkehr 5/2026] Wird Klimaschutz heute auch oft durch andere Themen aus den Schlagzeilen verdrängt, so ändert das nichts an seiner Dringlichkeit. Unterdessen ist die Performance des Verkehrssektors in dieser Hinsicht notorisch schwach. Immerhin, die Umstellung des Busverkehrs in den Städten auf Alternativen zum Verbrennungsmotor ist im Gange. Der Linienverkehr mit relativ gut planbaren, überwiegend auch überschaubaren Tagespensen und der regelmäßigen Rückkehr ins Depot ließ den Stadtbus zu einem besonders plausiblen Kandidaten für den Einstieg in die Dekarbonisierung des Verkehrs werden. Die Kostenstrukturen sind jedoch auch Jahre nach den ersten erfolgreichen Umstellungen einzelner Linien noch immer so, dass kein Verkehrsunternehmen allein aus betriebswirtschaftlichem Kalkül vom Dieselbus auf den Batteriebus umsteigt. Zuckerbrot und Peitsche sind vonnöten.

[stadtverkehr 5/2026] Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) arbeitet planmäßig an der Substanzerneuerung und dem Umbau des U-Bahn-Bestandsnetzes mit Blick auf Barrierefreiheit und höhere Kapazitäten, sowie an den Neubauprojekten der beiden U4-Teilstrecken und der neuen U-Bahn-Linie U5. Die geplanten oder bereits in Bau befindlichen Neubaustrecken werden in den nächsten Jahren zu einer Vergrößerung des Netzes um rund ein Viertel führen. Die U-Bahn-Projekte liegen weitgehend im Zeit- und Kostenrahmen.

[stadtverkehr 5/2026] Seit der Nachkriegszeit wächst München stetig und spätestens seit den Olympischen Sommerspielen 1972 in rapidem Tempo. Die stadtplanerische Entscheidung, dieses Wachstum bevorzugt auf das Zentrum zu orientieren, führte zu der ausgeprägten Monozentralität, die die Stadt heute prägt. Und die schiere Masse an Menschen, die mit den neuen Arbeitsplätzen gekommen sind und noch immer kommen, kann vom Organismus Stadt kaum noch verdaut werden. Kein Thema zeigt dies deutlicher als der eklatante Mangel an Wohnraum und die Entwicklung der Mietpreise, die sich nur noch deutlich besser gestellte Menschen überhaupt leisten können – aber selbst teurer Wohnraum will erst einmal gefunden werden...