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Magazin stadtverkehr 9/2025

Verkehrsmarkt & Verkehrspolitik

  • Reallabor RMVplus-App mit RMV-Mobilitätsplattform


Netz & Betrieb

  • Große Umbauten in Zürich: Bahnhofquai und Kreuzplatz
  • Tallinn erweitert Tramnetz
  • Die Bahnen der Transports publics du Chablais (TPC)
  • Zwei neue S-Bahn-Stationen in Prag


Fahrzeug & Technik

  • Zürich hat eine weitere Restaurant-Straßenbahn
  • Baureihe 455 auf der Schönbuchbahn im Einsatz
  • Elektrobusse: Bremens Norden nun „unter Strom“


Industrie & Produkt

  • MCV stellt neuen Elektro-Midibus vor
  • MAN Lion’s City E mit neuer Batteriegeneration


Projekt & Planung

  • Die Ottobahn ist in der Schwebe


Kurz & Aktuell

  • Aktuelle Kurzmeldungen
Foto: RMV

Reallabor RMVplus-App mit RMV-Mobilitätsplattform

Ein multimodaler Ansatz, bei dem zur Befriedigung der Mobilitätsbedürfnisse verschiedene Verkehrsmittel so kombiniert werden, dass sie ihre Vorteile bestmöglich ausspielen können, gilt als vielversprechende Option, wenn es darum geht, den motorisierten Individualverkehr auf ein verträglicheres Maß zu reduzieren. Voraussetzung für einen Durchbruch der Multimodalität ist es, dass die verfügbaren Möglichkeiten den Nutzerinnen und Nutzern auf einer leicht zugänglichen, überschaubaren Plattform präsentiert und durchgehende Buchungen erleichtert werden.

Dank des Modellprojektes RMVall-in – die generelle Mobilitätsplattform, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV), konnte der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) trotz der durch die Pandemie bedingten schwierigen Finanzlage in den letzten drei Jahren die Entwicklung einer Vielzahl an digitalen Funktionen und Services voranbringen. Ziel war es, alle neuen Angebote unmittelbar in die im Verbundgebiet weitverbreitete App RMVgo zu integrieren. Aufgrund von erheblichen Ressourcenengpässen bei den zentralen IT-Dienstleistern, u.a. als Resultat der kurzfristigen und nicht abzusehenden Einführung des Deutschland-Tickets, musste der RMV eine Lösung finden, um die Ziele des Förderprojektes RMVall-in zu erreichen und eine spätere Übertragbarkeit in die App RMVgo zu gewährleisten. So wurde die Idee eines Reallabors sowie Innovationsinkubators mit dem Namen RMVplus geboren. Seit mehr als zwölf Monaten ist die Innovations-App RMVplus mit der Mobilitätsplattform des RMV am Start. Ein guter Zeitpunkt, um eine erste Bilanz über Erfolge und Herausforderungen zu ziehen. Diese können Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 9/2025 nachlesen.

Foto: SG

Baureihe 455 auf der Schönbuchbahn im Einsatz

Am 23. Juni 2025 konnte der lange erwartete Fahrgastverkehr mit den Elektrotriebwagen der BR 455 der Schönbuchbahn aufgenommen werden. Die Zulassung der neuartigen Fahrzeuge hatte sich sehr stark verzögert und dazu geführt, dass mehrfach bereits geplante Termine für die Betriebsaufnahme abgesagt werden mussten. Nach der Streckenelektrifizierung verkehrten neben den Dieselfahrzeugen zeitweise geliehene Elektrotriebwagen, die jedoch im Januar durch Busse im Schienenersatzverkehr abgelöst wurden. Nachdem in den Sommerferien noch einmal Bauarbeiten an der Strecke anstanden, wird die Schönbuchbahn nun die Früchte der erheblichen Investitionen der letzten Jahre zu ernten beginnen können.

Der Zweckverband Schönbuchbahn (ZVS), der die 17 Kilometer lange Nebenbahn zwischen Böblingen und Dettenhausen 1996 reaktiviert und zusammen mit Betreiber Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) zu einem weithin beachteten Erfolg gemacht hatte, ließ die Strecke 2019 mit 15 kV 16,7 Hz elektrifizieren wollte ein Fahrzeug beschaffen, das vergleichsweise leicht wäre, um bei einem vertretbaren Energieverbrauch den ambitionierten Fahrplan mit seinen teilweise kurzen Haltestellenabständen und hohen Fahrgastwechselzahlen darstellen zu können.

War also ein zugleich energiesparender und spurtstarker Betrieb vom Kunden ausdrücklich zur Anforderung gemacht worden, so zeigte sich, dass ein dafür geeigneter Triebwagen erst noch entwickelt werden musste. Der spanische Hersteller CAF erhielt den Auftrag und baute ein Dutzend Fahrzeuge, sah sich im Zulassungsprozess jedoch mit wechselnden Anforderungen und daraus resultierenden zeitraubenden Schwierigkeiten konfrontiert. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe einen ausführlichen Bericht über die elektrifizierte Schönbuchbahn und ihre neuen Fahrzeuge.

Foto: Rampini

Wiener Linien stellen Innenstadt-Midibuslinien auf Brennstoffzellenbusse um

Ab September 2025 werden zehn Brennstoffzellen-Midibusse vom Typ HYDRON des italienischen Herstellers RAMPINI durch die Wiener Innenstadt fahren. Sie lösen die 2013 auf den Linien 2A und 3A in Betrieb genommenen reinen Batteriebusse des Typs Alé Electric von Rampini/Siemens ab, für die eigens eine mit dem Straßenbahnsystem verbundene Nachladeinfrastruktur errichtet worden war („stadtverkehr“ 12/2012, S. 55, und 5/2023, S. 6-20).

Dass die Batterie-Midibusse der Linien 2A und 3A nun durch Brennstoffzellenfahrzeuge abgelöst werden, wird damit begründet, dass sich mit der zusätzlichen Wasserstofftechnologie die Reichweite von Elektrobussen erheblich verlängert. Durch den Verzicht auf das Nachladen am Schwarzenbergplatz und in der Zelinkagasse bei der Haltestelle Schottenring können die Umläufe beschleunigt und die Flotte reduziert werden. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 9/2025 mehr über diese Flottenumstellung der Wiener Linien, die inzwischen auf mehreren Linien Batteriebusse in Standardgröße einsetzen.