Bahnhofs-Modernisierung in der Lombardei
Aufgrund der – im Vergleich zu anderen Industrieländern – um einige Jahrzehnte später erfolgten Stadtentwicklung hat Italien die Höher- oder Tieferlegung der Bahnanlagen weitgehend verpasst: Die meisten Strecken verlaufen in den Städten ebenerdig und es gibt nur wenige Bahnhöfe in Hoch- oder Tieflage. Einzig Mailand und Neapel haben vor gut 100 Jahren solche Eingriffe erfahren. Andere Großstädte wie Bologna oder Florenz wie auch viele kleinere Städte sind durch die Bahnanlagen regelrecht zerschnitten. Die Bereiche hinter den Bahnhöfen sind durch den Strukturwandel für den Bahnbetrieb nicht mehr notwendig und stehen daher für Immobilienprojekte zur Verfügung, deren Vermarktung auch zur Finanzierung der Modernisierungen beiträgt. Lesen Sie in der neuen „stadtverkehr“-Ausgabe 1-2/2026 mehr darüber, welche Lösungsansätze man bei der Schaffung moderner und funktionaler Bahnstationen im Raum Mailand verfolgt, aber auch, welche Grenzen derartigen Projekten von Fall zu Fall gesetzt sind.
Zu den umfangreich ausgebauten und modernisierten italienischen Stationen gehört auch der Bahnhof Bergamo. Abbildung: CIFI (RFI)


