»stadtverkehr«

seit über 50 Jahren die Fachzeitschrift
für den öffentlichen Personen-Nahverkehr
auf Schiene und Straße

tv-tipps

3sat. 11.15 Uhr

Neben der Spur — Bau­stelle Göltzsch­tal­brücke

Es ist wahr­schein­lich die der­zeit höchste Bau­stelle Sach­sens: Knapp 80 Meter über dem Flüss­chen Göltzsch wird der Kopf der Göltzsch­tal­brücke kom­plett erneuert. Und das pas­siert bei lau­fendem Bahn­be­trieb. Je nach Tages­zeit don­nern Regional- oder Güter­züge über eines von zwei Gleisen der welt­weit größten Zie­gel­brücke. Keine zwei Meter „neben der Spur“ bedienen Männer schwere Maschinen, die sich durch den Zement fressen. Lkw-Fahrer trans­por­tieren die Reste des alten Gleis­betts von der Brücke — auf einem Fahr­streifen nicht breiter als der Laster selbst. Das Ziel der Arbeiten: den 160 Jahre alten Bau dem Stand der Technik anzu­passen, ihn zu elek­tri­fi­zieren. Bau­un­ter­nehmer Win­fried Keßler nennt es Jahr­hun­dert­bau­stelle, kennt die Gefahren dort oben am Brücken­kopf genau und ist doch sehr stolz, dabei zu sein.

 

Ein­s­Extra. 23.00 Uhr

Party und Pro­mille — Wodka gegen Schulstress

Über ein­tau­send Jugend­liche treffen sich in Ham­burg zu einer unge­wöhn­li­chen Party. Über die Inter­net­platt­form Face­book haben sie in U- und S-Bahnen ein so genanntes 'Abschied­strinken' orga­ni­siert. Denn in der Freien und Han­se­stadt Ham­burg soll Alko­hol­konsum auf Bahn­steigen und in Zügen ver­boten werden. Eine Fete als Pro­test. Doch nicht nur an diesem Abend wird hem­mungslos getrunken. Sei es auf Abi-Feiern, Geburts­tags­feten, 99-Cent- oder Schools-out-Partys; ohne Alkohol, so scheint es, gibt es für Jugend­liche keinen Frei­zeit­spaß.

SWR RP. 16.15 Uhr

Kor­sika — Mit dem Zug von Calvi nach Ajaccio

Es wackelt und hol­pert ganz ordent­lich, wenn sich der „Tri­nig­hellu“, der kleine Zug Kor­sikas, auf den Weg macht. Die Korsen lieben ihre Schmal­spur­bahn, die mit einer Durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit von 42 Kilo­me­tern pro Stunde über die Insel rat­tert. Mal führt die Strecke direkt am Meer ent­lang, dann wieder geht es über tiefe Schluchten, vorbei an spek­ta­ku­lären Abhängen. Kor­sika mit dem Zug — das ist ein Erlebnis, ein Stück Eisen­bahn­nost­algie. Wie sonst hätte man Fran­cois kennen gelernt, den zunächst etwas brum­migen Kon­trol­leur, der schon nach kurzer Zeit in sein Hei­mat­dorf Ghi­sone ein­lädt.

 

SWR BW RP. 17.15 Uhr

Mit dem Zug durch Aus­tra­liens Süden

Die Reise durch Aus­tra­liens Süden nicht auf Schienen, son­dern mit einer Fahrt in der Luft. Schon Mitte des 19.Jahr­hun­derts star­tete der erste Heiß­luft­ballon über Mel­bourne, und so ist es fast schon Tra­di­tion, zum Son­nen­auf­gang über die Haupt­stadt des Bun­des­staates Vic­toria zu schweben. Unten in der Mil­lio­nen­stadt rat­tert die City Circle Tram, eine his­to­ri­sche Stra­ßen­bahn aus den 50er Jahren des 20. Jahr­hun­derts. Tou­risten und Ein­hei­mi­sche nutzen die kos­ten­losen Fahrten rings um die Innen­stadt herum zu einer ent­spannten Sight­seeing-Tour. Rund 40 Kilo­meter süd­öst­lich von Mel­bourne, in den Euka­lyptus- und Farn­wäl­dern der Dan­de­nong Ranges, ist Puf­fing Billy zuhause, Aus­tra­liens wohl belieb­teste Dampf­ei­sen­bahn. Was in Europa unter keinen Umständen erlaubt wäre - auf der 24 Kilo­meter langen Strecke zwi­schen Bel­grave und Gem­brook sitzen die Pas­sa­giere sitzen auf den halbof­fenen Wagen und hängen ihre Beine heraus. Die Ori­gi­nal­strecke des Puf­fing Billy wurde 1900 in Betrieb gesetzt und ist eine von vier Schmal­spurs­bahnen, die die Staats­bahn Vic­to­rian Railway zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts ins Lan­des­in­nere gebaut hat. Eine zweite dieser Schmal­spur­bahnen ist die Wal­halla Gold­fields Railway, rund 180 Kilo­meter öst­lich von Mel­bourne. Sie führte einst von Moe bis Wal­halla, eines der sei­ner­zeit reichsten Gold­grä­ber­städte Aus­tra­liens. In den 50er Jahren wurde die Strecke still­ge­legt. Heute ist Wal­halla der Geheim­tipp unter den Vic­to­ria­nern in Sachen Hei­mat­ge­schichte und die Bahn fährt wieder.

 

ARTE. 21.05 Uhr

Terra X — Sieg der Dampfra­kete

Die Eisen­bahn ist das Trans­port­mittel Nummer eins und erlebt zur­zeit eine wahre Renaissance. „Terra X“ ist hautnah dabei, wenn heu­tige Inge­nieure vor kri­ti­schen Pro­blemen beim Stre­ckenbau stehen, deren Lösungs­an­sätze oft zu George Ste­phenson, einem Pio­nier des Eisen­bahn­baus, zurück­führen. 1825 wurde unter seiner Lei­tung die erste öffent­liche Eisen­bahn­strecke der Welt ein­ge­weiht. Dem ging ein erbit­terter Kampf gegen die Kanal­be­sitzer, die das Trans­port­mo­nopol inne­hatten, voraus.

ZDF. 2.10 Uhr

Zug um Zug — Träume auf Schienen
Zug der Träume
Mit Wolf von Lojewski durch Aus­tra­lien

1. Auf der Route der Kamele

Aus­tra­lier mögen keine langen Namen. Es gibt einen berühmten Zug, den nennen sie „Ghan“ — Abkür­zung von „Afgha­ni­stan“. In seinem Wappen führt er ein Kamel. Einmal wöchent­lich, von Mai bis Juli auch zweimal wöchent­lich, ver­kehrt dieser Zug zwi­schen Ade­laide im Süden und Darwin im dampfig-heißen Norden des Kon­tin­ents. Woher kommt der selt­same Name? Er erin­nert an Kamel­treiber aus Asien, die im 19. Jahr­hun­dert nach Aus­tra­lien ange­worben wurden, um das Out­back, das weite, unweg­same Innere, zu erschließen. Erst zogen diese Pio­niere eine Tele­grafen-Linie von Süden nach Norden, dann eine Straße und schließ­lich eine Eisen­bahn-linie. Kein anderes Trans­port­mittel wäre in der Lage gewesen, mit schweren Lasten durch die Wüsten und durch die Weite des Busch­landes zu ziehen.

hr Fern­sehen. 13.30 Uhr

Leben in vollen Zügen — Neue Bahn­ge­schichten

Sechs Männer und ein Ziel: Auf nach Öster­reich, einige Tage Tennis spielen, natür­lich ohne Frauen. Ein­zige Bedin­gung: Auf keinen Fall nüch­tern bleiben. Diesen Vor­satz fest im Blick, trifft sich die Gruppe jung geblie­bener Rentner schon am Münchner Haupt­bahnhof zum Vorglühen mit einigen Bier­chen. Im Zug wird dann mit tro­ckenem Weiß­wein das vor­bei­zie­hende Alpen­pan­orama begrüßt. Nur einer hat sich von der feucht-fröh­li­chen Gruppe abge­setzt. Wieder hat sich der „Hes­sen­re­por­ter“ mitten hinein ins „Leben in vollen Zügen“ begeben und erzählt neue Bahn­ge­schichten — wie die von Hans und Mecht­hild, die mit den Fahr­rä­dern durch die neuen Bun­des­länder stram­peln wollen, doch schon in Frank­furt am Main, bei der Suche nach dem rich­tigen Fahr­rad­ab­teil, fast ins Strau­cheln kommen, oder von Ute, die sich zu einer Reha-Behand­lung auf die Insel Föhr auf­macht, aber plötz­lich kurz vor Ham­burg stehen bleibt. Die Repor­tage berührt eine der ältesten Mensch­heits­fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Genau darauf suchen die Video-Reporter Petra Stein und Arne Poll­mann bei ihren Bahn­fahrten kreuz und quer durch Deutsch­land Ant­worten. In der Bahn kreuzen sich Lebens­wege und Geschichten wie sonst nir­gendwo. Zwi­schen Abfahrt und Ankunft liegen oft erwar­tungs­volle Stunden, in denen nicht selten Wei­chen gestellt werden für einen Abzweig in ein neues Leben. Der „Hes­sen­re­por­ter“ erzählt davon, wie die Men­schen diese Zwi­schen­phase, die Stunden oft ange­spannter Erwar­tung, über­brücken und was sie mög­li­cher­weise nach dem Aus­steigen erwarte.

MDR. 15.30 Uhr

Eisen­bahn-Romantik
Pio­nier auf schmaler Spur — Deutsch­lands älteste Muse­um­sei­sen­bahn

Deutsch­lands älteste Muse­um­sei­sen­bahn hat ihre Wiege im nie­der­säch­si­schen Bruch­hausen-Vilsen, 30 Kilo­meter süd­lich von Bremen. Auf einer mit acht Kilo­meter recht kurzen, aber land­schaft­lich umso reiz­vol­leren Schmal­spur­strecke zwi­schen den Ört­chen Bruch­hausen-Vilsen und Asen­dorf zeigen die Mit­glieder des Deut­schen Eisen­bahn-Ver­eins Klein­bahn­ver­kehr, wie er früher einmal gewesen ist - mit typi­schen Dampf- und Die­sel­loks und Trieb­wagen, und das seit über 40 Jahren. Hier wurde die erste Museums-Eisen­bahn Deutsch­lands gegründet und hier, am Geest-Rand prä­sen­tiert das älteste deut­sche Eisen­bahn-Frei­luft­mu­seum einen per­fekt funk­tio­nie­renden Bahn­be­trieb.

n-tv. 15.10 Uhr

Giganten der Moderne — U-Bahn-Sys­teme

Die Lon­doner Metro, auch als „Tube“ bekannt, ist das größte Metro-System der Welt. Mehr als eine Mil­li­arde Men­schen steigen jähr­lich hinab in eine Welt aus Tun­neln und Sta­tionen, um sich unter­halb der Erd­ober­fläche fort­zu­be­wegen. Der­zeit wird das Tun­nel­system auf eine Länge von 402 Kilo­meter erwei­tert. Neue Tunnel müssen gebohrt und neue Sta­tionen gebaut werden. Ohne das Wissen ihrer Vor­gänger wären die Inge­nieure dabei aller­dings ratlos. Metro-Sys­teme sind in großen Städten kaum noch weg­zu­denken. Auch in London spielt die Lon­doner Metro eine große Rolle im täg­li­chen Per­so­nen­ver­kehr, denn mehr als eine Mil­li­arde Men­schen nutzen die „Tube“ jähr­lich. Der „City and South London Rail­way“, eine sechs Kilo­meter lange Unter­grund-Bahn, die in den 1880ern erbaut wurde, dient als Vor­bild für eine neue Bohr­me­thode, mit der das Metro-System heut­zu­tage erwei­tert wird. Auch der „New York City Sub­way“ mit seiner neuen Form des Antriebs diente den Inge­nieuren als Vor­bild für ihre Pla­nung und Durch­füh­rung der Ver­grö­ße­rung.

3sat. 16.35Uhr

Zu Fuß ans Meer

Im Herbst 1906 wurde der Eisen­bahn­tunnel durch die Kara­wanken und die Wochei­ner­bahn über Görz nach Triest fei­er­lich eröffnet. Die Städte der Dona­u­mon­ar­chie sollten damit näher an den bedeu­tenden Umschlag­platz von Waren aus aller Welt her­an­rücken.

Baye­ri­sches Fern­sehen. 17.00 Uhr

Gernstl in Mün­chen

Nachdem sich Gernstl und sein Team so lange in der Welt­ge­schichte her­um­ge­trieben haben, nehmen sie mal ihre eigene Hei­mat­stadt Mün­chen und deren Bewohner genauer unter die Lupe. In der Frau­en­kirche treffen sie zum Bei­spiel den Dom-Auf­seher, mit dem Franz-Xaver Gernstl erör­tert, was zuerst da war - die Legende oder der „Teu­fel­stritt“ - ein Fuß­ab­druck im Kir­chen­boden, den vor 500 Jahren angeb­lich der Teufel selbst dort hin­ter­lassen haben soll. Und weil der Dom­auf­seher nicht auf alle neu­gie­rigen Fragen des Repor­ters eine Ant­wort hat, lädt er das Gernstl-Team kur­zer­hand zu einem Besuch im Zwi­schen­ge­schoss des U-Bahn­hofes Unters­berg­straße ein. Denn der ehe­ma­lige Tram­bahn­fahrer singt in seiner Frei­zeit auch im Tram­bah­ner­chor der „Sänger vom Isarstrand“. Außerdem gibt es einen Taek­WonDo-Meister, der das „Lachen auf Knopf­druck“ beherrscht, einen Kla­vier spie­lenden Stabs­arzt, der lieber als Taxi­fahrer sein Geld ver­dient, und einen latent ein­samen Metzger, dem die Würde des Men­schen über alles geht.

ARTE. 16.40 Uhr

Metro­polen der Welt — New York

In New York kam in den letzten 100 Jahren im Durch­schnitt alle vier­ein­halb Minuten ein Kind zur Welt - aber in was für eine Welt? Griff Rhys Jones erlebt bewe­gende und fas­zi­nie­rende Geschichten in New York. Ein gut gehender grie­chi­scher Fami­li­en­be­trieb in Broo­klyn bietet das beste New Yorker Früh­stück an. Griff ver­sucht sich dort als Kellner und bedient zur geschäf­tigsten Zeit die hung­rige Kund­schaft. Die Spei­se­karte ist umfang­reich, und Griff kann nicht glauben, welche „Extrem­werte an Koh­len­hy­draten, Fetten und Zucker“ ein Ame­ri­kaner in New York zum Früh­stück ver­speisen kann. Zur Haupt­stoß­zeit des mor­gend­li­chen Berufs­ver­kehrs begibt er sich zur Grand Cen­tral Sta­tion, die er eher als Tempel denn als Bahnhof erlebt. Die Haup­thalle wird täg­lich von 700.000 Men­schen durch­quert. Nun ist es an der Zeit, die Ärmel hoch­zu­krem­peln: Griff wird von der New Yorker Stadt­rei­ni­gung rekru­tiert, die gera­dezu mili­tä­risch orga­ni­siert ist.

Baye­ri­sches Fern­sehen. 11.00 Uhr

Stol­per­stein — Por­trät eines Opfers

„Stol­per­stein“ schil­dert zwei ein­schnei­dende Ereig­nisse in Denny Bütt­ners Arbeit­salltag als U-Bahn­fahrer in Frank­furt: Unfälle mit Todes­folge, die auch ihn von einer Sekunde zur anderen zum Opfer machten. Der Film rekon­stru­iert, wie Denny Büttner nach den Unfällen betreut wurde, wie er selbst mit seiner Erfah­rung umging und umgeht. Seine Frau und die Ver­kehrs­ge­sell­schaft haben ihn umfas­send unter­stützt und sein Selbst­be­wusst­sein wieder gestärkt, so dass er bald wieder in seinem Beruf arbeiten konnte. Es war ihm wichtig, sich nicht zu ver­ste­cken, son­dern so schnell wie mög­lich wieder in die Nor­ma­lität zu finden. Erzählt wird, wie Denny Büttner heute sein Leben meis­tert, das er inzwi­schen auch wieder genießen kann. Doch die Unglücke belasten ihn natür­lich immer noch. Und er weiß: Es kann jeden Tag wieder pas­sieren.

 

Baye­ri­sches Fern­sehen. 11.30 Uhr

Die schönste Alpen­bahn

Vor über hun­dert Jahren, gleich nach dem Bau des Gott­hard­tun­nels, voll­brachte die Schweiz eine wei­tere Pio­niertat des Eisen­bahn­baus: In weniger als vier Jahren ent­stand die Bahn­linie Thusis - St. Moritz und erschloss damit das Obe­ren­gadin für den Tou­rismus. Die Rhä­ti­sche Bahn fährt bis heute über die glei­chen Brücken und durch die glei­chen Tunnel wie damals. Noch schwie­riger war der anschlie­ßende Bau der Ber­nina-Bahn. Keine andere Bahn der Welt über­windet ohne Zahn­rad­hilfe so steile Abschnitte und so enge Kurven (Radius 45 m) wie die Bahn zwi­schen St. Moritz (1.850 m), Ber­ni­na­pass (2.260 m) und Tirano (420 m).

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